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Wissenschaftliche Mitglieder
Wiss. Direktor
PD Dr.Dr. Dieter S. Lutz
Stellvertr. Wiss. Direktor
Dr. Reinhard Mutz
Wiss. Referenten
Dr. Hans-Georg Ehrhart; Dr. Hans-Joachim Gießmann; Dr. Erwin Müller; Dr. Götz Neuneck; Ursel Schlichting
Wiss. Mitarbeiter
Claudia Eicher; Dr. Jürgen Groß; Dr. Margret Johannsen; Matthias Karádi; Anna Kreikemeyer; Dr. Wolfgang Zellner
Gastwissenschaftler
14 Wiss. aus dem In- u. Ausland
Allgemeiner Überblick
Das Institut ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts. Stiftungsträger ist die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch die Behörde für Wissenschaft und Forschung. Nach seiner Satzung soll sich das Institut im Rahmen der Friedensforschung widmen:
Forschungsschwerpunkte
Friedens- und Konfliktforschung ist der wissenschaftlich-methodische Versuch, nach den Ursachen von Gewalt, insbesondere von Kriegen, zu fragen und nach Wegen ihrer Überwindung zu suchen. Friedenswissenschaft ist multidisziplinär, sie bedient sich geistes- und naturwissenschaftlicher Methoden.
Auf dem Gebiet der Forschung setzt sich das IFSH insbesondere mit Fragen der Kriegsverhütung und der Friedenssicherung auseinander. Sicherheitspolitik wird jedoch nicht lediglich als militär-strategisches Problem verstanden, sondern auch unter Einbeziehung innergesellschaftlicher Elemente diskutiert. Durch seine Spezialisierung und Qualifizierung auf sicherheitspolitische Fragen der Ost-West-Beziehungen, der Rüstung und Abrüstung, insbesondere der Entwicklung und Ausformulierung der Konzepte der Kooperativen Rüstungssteuerung, der Doktrin "Gemeinsamer Sicherheit" und derzeit eines Systems Kollektiver Sicherheit in und für Europa und einer Europäischen Sicherheitsgemeinschaft hat das IFSH mittlerweile nationale Bedeutung und internationales Ansehen gewonnen.
Eine Stärke des IFSH liegt in der Aktualität seiner wissenschaftlichen Arbeiten.
Forschungsschwerpunkte waren 1994-1996 u.a.:
Kongreßorganisation
Forschungsaufenthalte
Ein Wiss. Mitarbeiter, Center of International Relations, Queens Univ., Kingston, Ontario/Kanada (Juli-Sept. 1995)
Wissenschaftliche Zusammenarbeit
Das IFSH bemühte sich ständig um die - gerade für sicherheitspolitische Forschung unerläßliche - Zusammenarbeit mit anderen in- und ausländischen Instituten sowie um die Vermittlung seiner Forschungserkenntnisse an Politik, Exekutive, Öffentlichkeit und Einrichtungen der politischen Bildung. Das Institut führt gemeinsame Forschungsvorhaben sowie Tagungen mit in- und ausländischen Einrichtungen durch. Es vergibt ferner Expertisen nach außen und nimmt selbst - zeitlich befristet - ausländische Fellows sowie Soldaten der Bundeswehr am IFSH auf.
Anwendung in der Praxis
Das IFSH sieht in der auf Entscheidungsträger und Multiplikatoren ausgerichteten Öffentlichkeitsarbeit einen entscheidenden Aspekt seiner Tätigkeit. Angehörige des Instituts nehmen deshalb auf zahlreichen Vortragsveranstaltungen, Kolloquien und Tagungen sowie in Fernsehen und Rundfunk Stellung zu aktuellen Fragen der Sicherheitspolitik und der Friedensforschung; darüber hinaus kommen sie in den Medien durch Interviews, Zeitschriftenaufsätze und Buchpublikationen zu Wort.
Die Aktivitäten richten sich nicht nur auf Kontakte und Verbindungsaufnahmen im In- und Ausland, sondern auch auf die Arbeit im Bereich der Erwachsenenbildung, in Schulen und vor wissenschaftlichen Vereinigungen. Für Veranstaltungen im Institut werden in der Regel Besuche auswärtiger, vorzugsweise ausländischer Wissenschaftler genutzt. Nicht zuletzt bemüht sich das IFSH um stetige Beantwortung und Versand von einschlägigem Informationsmaterial zu diversen Themenbereichen auf die ständig zunehmenden Anfragen der interessierten Öffentlichkeit. Das Ausmaß der offensiven Öffentlichkeitsarbeit stieg in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches.
Drittmittel 1996
| Fördereinrichtung | Betrag |
| VW-Stiftung | 261.000 |
| Auswärtiges Amt | 7.000 |
| Gesamtförderung | 268.000 |
Periodische Veröffentlichungen
Forschungsprojekte
| 5.070.01 | Kollektive Sicherheit |
| 5.070.02 | Sicherheit durch gesamteuropäische Integration: Welche Perspektiven hat die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS)? |
| 5.070.03 | Europäisierung der Sicherheit? Möglichkeiten und Grenzen deutsch-französischer Sicherheitskooperation im Hinblick auf eine friedensfördernde Sicherheitsstruktur in Europa |
| 5.070.04 | Zur friedenspolitischen Rolle der EG im gesamteuropäischen Integrationsprozeß |
| 5.070.05 | Peacekeeping und europäische Sicherheit |
| 5.070.06 | Die friedenspolitische Rolle der EU im gesamteuropäischen Integrationsprozeß: Zur Entwicklung der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) |
| 5.070.07 | Konversion - Probleme und Perspektiven untersucht am Beispiel Mecklenburg-Vorpommern |
| 5.070.08 | Militärische Sicherheit in Mitteleuropa |
| 5.070.09 | Sicherheit in Ostmitteleuropa |
| 5.070.10 | Rüstungspolitik, Rüstungsexporte und Probleme der Konversion in der Bundesrepublik Deutschland |
| 5.070.11 | Bedingungen und Chancen der Einbindung souveräner Staaten in internationale Regime der Zusammenarbeit am Beispiel der Umweltpolitik der Volksrepublik China |
| 5.070.12 | Militär und Sicherheit in Osteuropa |
| 5.070.13 | Die eingebildete Ohnmacht. Internationale Staatengemeinschaft und lokale Kriege |
| 5.070.14 | Kooperative Strategien zur Prävention der Proliferation von Raketen und Nuklearwaffen - Perspektiven für Südostasien |
| 5.070.15 | Die nukleare Frage im Madrider Friedensprozeß: Regionale und globale Dimensionen der Rüstungspolitik im Nahen und Mittleren Osten |
| 5.070.16 | Europäische Sicherheit im Geflecht ineinandergreifender Institutionen - Arbeitsteilung oder Konkurrenz? |
| 5.070.17 | Vom Krisenmanagement zur Konfliktprävention - Herausforderung und Chance für Europa nach dem Ende des Ost-West-Konflikts |
| 5.070.18 | Russische Außen- und Sicherheitspolitik in bewaffneten Konflikten auf dem Territorium der früheren Sowjetunion (1993-1995) |
| 5.070.19 | Strategien zur Bewältigung des sicherheitspolitischen Vakuums in Osteuropa: das Beispiel Ungarns 1990 bis 1995 |
| 5.070.20 | SKS als Basis einer Neuen Europäischen Sicherheitsordnung |
| 5.070.21 | Weltinnenpolitik: Vom Wort zum Konzept |
| 5.070.22 | Europäische Sicherheit nach dem Zerfall der Blockordnung und die sicherheitspolitische Orientierung der Bundesrepublik Deutschland |
| 5.070.23 | Europäische Sicherheit zwischen alter und neuer Frontenbildung und die sicherheitspolitische Orientierung der Bundesrepublik Deutschland |
| 5.070.24 | Von Nonproliferation zu Counterproliferation: Die (richtige?) Antwort des Westens auf die globalen Proliferationsgefahren |
| 5.070.25 | Die Weiterverbreitung und Diffusion moderner, militärrelevanter Technologien |
| 5.070.26 | Vorbeugende Rüstungskontrolle: Ziele und Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung verfahrensmäßiger und institutioneller Umsetzung im Rahmen internationaler Rüstungskontroll- und Abrüstungsregime |
| 5.070.27 | Technik - Gewalt - Ethik. Entwicklung von Gesellschaft und Technik, ihrer wechselseitigen Beeinflussung und Kontrolle |
| 5.070.28 | Minderheiten und europäische Sicherheit. "Ethnische Identität" und Politik: Sprachgruppen und Wahlverhalten an ausgewählten Fallbeispielen |
| 5.070.29 | Strategien zur Bewältigung des sicherheitspolitischen Vakuums in Osteuropa: Das Beispiel Ungarns 1990-1995 |