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Zu den Projekten

Hans-Bredow-Institut für Rundfunk und Fernsehen. Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg

Heimhuder Str. 21, 20148, Tel.: 4502170
Email: 100022.1611@compuserve.com


Wissenschaftliche Mitglieder

Direktoren
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem (bis Sept. 95); Prof. Dr. Otfried Jarren (seit Okt. 95)

Wiss. Referenten
Dr. Uwe Hasebrink; Thomas Kirsch (bis Sept. 96); Dr. Friedrich Krotz; Hermann-Dieter Schröder; Dr. Ralph Weiß

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Stefan Engels (bis Juli 96); Wolfgang Schulz

Wiss. Mitarbeiter
Dr. Thomas Vesting (bis Sept. 94)

Allgemeiner Überblick

Das Hans-Bredow-Institut, eine wissenschaftliche Einrichtung an der Universität gemäß § 109 des Hamburgischen Hochschulgesetzes, wurde am 30. Mai 1950 vom damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) im Zusammenwirken mit der Universität Hamburg als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts gegründet. Als eigenständige wissenschaftliche Einrichtung speziell für Fragen von Hörfunk und Fernsehen hat das Institut eine Sonderstellung in der Bundesrepublik. Es erfüllt die Aufgabe, empirische und grundlagentheoretische Forschung im Bereich der Massenkommunikation durchzuführen, den Erfahrungsaustausch zwischen Medienpraxis und Medienwissenschaft zu fördern, internationale Kontakte im Medienbereich zu pflegen sowie der Medienpraxis, Handlungsträgern der Politik, der Universität Hamburg und anderen Interessierten Service-Leistungen bereitzustellen.

Forschungsschwerpunkte

Medienpolitik und Mediensystem:

Neben laufenden Kooperationsvorhaben zur Medienentwicklung in den mittel- und osteuropäischen Ländern und der Mitwirkung an dem "Bericht zur Lage des Fernsehens" galten Untersuchungen in diesem Bereich u.a. folgenden Themen: Gemeinwohlbindung des Rundfunks im Zeichen der Veränderungen der Telekommunikation, Konzeption für den Aufbau eines europäischen Bildungsfernsehens, Politische Kommunikation, Strukturen der Rundfunkaufsicht.

Medienrecht:

Im Vordergrund standen Untersuchungen zur rechtlichen Regulierung im Multimedia-Bereich sowie zur Regulierung von Gewaltdarstellungen und von Fernsehwerbung für Kinder.

Medienwirtschaft und Medienproduktion:

Untersucht wurden in diesem Bereich u.a. neue Entwicklungen der Programmindustrie, die Strukturen der Medienwirtschaft in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie die Funktionsweise des Zwei-Säulen-Modells für die Lokalradios in Nordrhein-Westfalen.

Medieninhalte:

Neben laufenden Arbeiten über Programmstrukturen und Programmfunktionen im dualen Rundfunksystem arbeitete das Institut zur Frage der Programmqualität und zur Medienberichterstattung über Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit.

Mediennutzung und Medienwirkung:

Das Institut hat ein Konzept zur individuenbezogenen Auswertung telemetrisch erhobener Zuschauerdaten entwickelt und im Rahmen mehrerer Sekundäranalysen von Datensätzen aus der kontinuierlichen Zuschauerforschung in Deutschland und in der Schweiz erprobt. In einer analogen Studie für den Hörfunk wurde die Radiokultur in Hamburg untersucht, indem unterschiedliche kommunikative Milieus herausgearbeitet wurden. Weitere Untersuchungen galten u.a. der Nutzung länderübergreifender Medienangebote in Europa.

Kongreßorganisation

In der Reihe der jährlichen "Symposien des Hans-Bredow-Instituts" wurden folgende Veranstaltungen organisiert: Perspektiven der Informationsgesellschaft (1994), Strukturen und Entwicklungen der Programmindustrie (1995), Öffentliche Kommunikation unter Vielkanalbedingungen (1997).
Im Juni 1994 veranstaltete das Institut im Auftrag des BMBF ein internationales Werkstattgespräch mit Teilnehmer/inne/n aus 13 europäischen Ländern über "Ansätze für ein europäisches Bildungsfernsehen".
Weitere Tagungen: Die Interaktivität neuer Medien als Herausforderung an die Kommunikationswissenschaft (1995), Chancen, Risiken und Regulierungsbedarfe im Übergang zum Multimedia-Zeitalter (1995 in Kiel, in Zusammenarbeit mit der Landesregierung Schleswig-Holstein); Medienkritik und Medienjournalismus im Wandel (1996, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Journalistik der Universität Hamburg).

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Das Institut pflegt Kontakte zu zahlreichen in- und ausländischen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Es ist Korrespondent für die "Europäische Audiovisuelle Informationsstelle" in Straßburg. Formelle Kooperationsbeziehungen bestehen zum Institut für Journalistik der Universität St. Petersburg sowie zum Medienforschungsinstitut Balkanmedia in Sofia. Das Institut ist Mitglied in einem EU-Forschungsnetz zur Untersuchung des Umgangs von Kindern mit den neuen Medien. Gemeinsame Projekte wurden und werden mit der Purdue University, der University of Indiana Bloomington, der Universität Tôkyô, dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sowie den Universitäten in Leiden (NL) Brüssel (B) und Leipzig durchgeführt.

Weiterbildungsangebote

Neben der ständig für Weiterbildungszwecke nutzbaren Infrastruktur des Instituts (insbesondere die öffentliche Fachbibliothek) beteiligen sich die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Instituts an den Lehrangeboten verschiedener Einrichtungen (verschiedene Studiengänge der Universität, Unitrain, etc.) und stehen als Referenten für Vorträge oder Seminare zur Verfügung (z.B. Zentrale Fortbildung Programm (ARD/ZDF), Elternschule Hamburg etc.).

Das Institut veranstaltet mehrmals jährlich medienwissenschaftliche Kolloquien, die der interessierten Öffentlichkeit Gelegenheit zur Diskussion mit in- und ausländischen Medienexperten geben. Eine der im Stellenplan enthaltenen wissenschaftlichen Stellen steht für Nachwuchswissenschaftler zur Verfügung, die über ein rechtswissenschaftliches Thema promovieren. Darüber hinaus beschäftigt das Institut im Rahmen seiner Projekte laufend studentische Hilfskräfte, die auf diese Weise Erfahrungen in der empirischen Medienforschung erwerben können.

Drittmittel 1996

Fördereinrichtung Betrag
BMBF 150.000
EU-Kommission 88.000
BMI 50.000
Landesanstalt für Rundfunk NRW 82.000
Schweizer Radio und Fernsehgesellschaft SRG 80.000
Schlesw.-Holst. Zeitungsverlag 51.500
FWU 22.500
DFG 4.000
Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) 20.000
Gesamtförderung 548.000


Forschungsprojekte

5.060.01 Die Öffnung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für Dritte: Zur Kooperation von Rundfunkanstalten mit privaten Rundfunkveranstaltern und anderen
5.060.02 Individuelle Nutzungsmuster von Fernsehzuschauern
5.060.03 Die englische Sprache im Rahmen der Lebenswelten europäischer Jugendlicher
5.060.04 Europäisches Bildungsfernsehen
5.060.05 Nutzung und Bedeutung fremdsprachiger Medien in Deutschland
5.060.06 Struktur und Entwicklung der Medienwirtschaft in Hamburg
5.060.07 Fernsehwerbung und Kinder
5.060.08 Das Zwei-Säulen-Modell im nordrhein-westfälischen Lokalfunk
5.060.09 Die Entwicklung der Medienwirtschaft in Schleswig-Holstein
5.060.10 Beschäftigte und wirtschaftliche Situation des Rundfunks in Deutschland 1995 - öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten
5.060.11 Information Superhighway - Amerikanische Visionen und Erfahrungen
5.060.12 Die Gemeinwohlbindung des Rundfunks im Zeichen der Veränderung der Telekommunikation
5.060.13 Fernsehen an öffentlichen Plätzen
5.060.14 Die Entwicklung öffentlicher Kommunikation in Computernetzen
5.060.15 Struktur und Entwicklung der Programmindustrie
5.060.16 Cross-Ownership, Cross-Promotion und publizistische Vielfalt
5.060.17 Medienforschung in Deutschland
5.060.18 Das Bild vom Rechtsradikalismus im nordrhein-westfälischen Lokalfunk
5.060.19 Hörertypen und ihr Medienalltag
5.060.20 Fernsehen als kulturelles Handeln. Ein Beitrag zur Sozialpsychologie symbolischer Praxis

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