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Zu den Projekten

Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Allende-Platz 1, 20146 Hamburg, Tel.: 4123-4363


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Gerhard Ahrens; Dr. Hans-Jürgen Goertz; Dr. Marie-Elisabeth Hilger; Dr. Ulrich Troitzsch

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
PD Dr. Elke Kleinau; PD Dr. Franklin Kopitzsch; PD Dr. Klaus Schlottau; Andrea Kathrin Schmersahl

Gastwissenschaftler
Prof.Dr. Anthony Mc Elligot (Okt. 95 - Febr. 96)

Allgemeiner Überblick

Aus wissenschaftsgeschichtlichen wie wissenschaftssystematischen Gründen sind die Sozialgeschichte und die Wirtschaftsgeschichte miteinander verbunden und bei aller Spezialisierung und Ausdifferenzierung im einzelnen unverzichtbar aufeinander angewiesen. Ihre Kombination entspricht einer Eigenständigkeit in wissenschaftstheoretischer und -methodologischer Hinsicht. Das kommt nicht nur in der Doppelbezeichnung des Faches, sondern auch in Lehre und Forschung zum Ausdruck, die unter dem besonderen Anspruch interdisziplinärer Zusammenarbeit und fächerübergreifender Kooperation (z.B. in Kolloquien und Forschungs- und Veröffentlichungsprojekten) stehen. Überdies schlägt es sich in der sehr unterschiedlichen wissenschaftlichen Herkunft der Mitglieder des Instituts nieder, die zu deren ausgeprägten Arbeitsschwerpunkten, jedoch nicht zu einer verfestigten Binnenstruktur des ISW geführt hat. Das ISW zeigt sich dadurch aufnahmefähig für neue wissenschaftliche Orientierungen und Aufgaben, was in der Angliederung sowohl der Arbeitsstelle Sozialgeschichte der Technik (seit 1.10.1989) wie der Arbeitsstelle Hamburgische Geschichte (seit 1.4.1992) zum Ausdruck kommt.

Forschungsschwerpunkte

Regionalgeschichtliche Fragestellungen sind seit langer Zeit von Bedeutung. Sowohl sozial- und wirtschaftsgeschichtliche (einschließlich der verfassungs- und verwaltungsgeschichtlichen) Themen des 19. Jahrhunderts wie auch der Zeit der Aufklärung als praktisch-gemeinnütziger Reformbewegung stehen dabei im Vordergrund. Mehr religions- und ideengeschichtlichen Aspekten in Kombination mit sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen gilt die Beschäftigung mit reformatorischen und sozialen Bewegungen der frühen Neuzeit und dabei auch schwerpunktmäßig mit Antiklerikalismus.
Überwiegend vergleichende historische Betrachtung ist gerichtet auf Bevölkerungsprobleme und auf sich verändernde Konstellationen von Haushalt und Familie. Zudem gilt der Sozialgeschichte von Bildung, insbesondere der Mädchenbildung in Hamburg, und der Untersuchung des Berufsfeldes Lehrerin das Augenmerk.
Aspekte kurz- und langfristiger Bewußtseinsveränderungen sowie geschichtstheoretische Fragen werden im Institut bearbeitet.
Einen Schwerpunkt bilden die Sozialgeschichte der Technik seit dem 17. Jahrhundert. Dabei spielen Forschungen zu vorindustriellen-Energiequellen, Energienutzungssystemen und Rohstoffen eine vorrangige Rolle. Ein neuer Arbeitsbereich sind Umweltgeschichte und historische Altlastenforschung. Weitere Untersuchungsfelder sind Historiographie und Methodologie des Faches Technikgeschichte.

Preisverleihungen

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Ausstattungsmängel

Dem ISW steht nur eine Halbstelle BAT IIa zur Verfügung. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und zugleich für eine angemessene Unterstützung der hauptamtlich Lehrenden ist dies völlig unzureichend.

Drittmittel 1996

Fördereinrichtung Betrag
DFG 170.000
EG 70.000
Gesamtförderung 240.000

Periodische Veröffentlichungen

Hamburger Studien zur Geschichte von Arbeit und Technik und Umwelt (hg.v. der Arbeitsstelle Sozialgeschichte der Technik zusammen mit dem Museum der Arbeit und dem Hamburger Arbeitskreis Umweltgeschichte), Bd. 3, 1994


Forschungsprojekte

5.040.01 Studien zur Geschichte der Freien Hansestädte im 19. Jahrhundert
5.040.02 Geschichte, Theorie und Methoden der "Historischen Ökologie"
5.040.03 Konzeptualisierung der frühen Reformationsjahre in Deutschland mit Hilfe einer Theorie sozialer Bewegungen; neue Bewertung des Verhältnisses von gemäßigter und radikaler Reformation
5.040.04 Geschichtstheoretische Grundprobleme: Historizität und Fiktionalität
5.040.05 SS-Wirtschaftsunternehmen
5.040.06 Die Entwicklung der kommerziellen Windenergie in Europa - Status und Perspektiven
5.040.07 Generatives Verhalten im Zivilisationsprozeß
5.040.08 Sozialgeschichte von Seuchen
5.040.09 Sozialhistorische Forschungen zu Haushalten
5.040.10 Karl Murhard - biogr. Art. für die NDB, 18. Jh.
5.040.11 Sozialgeschichte der höheren Mädchenbildung in Hamburg von der Aufklärung bis zum Dritten Reich
5.040.12 1. Geschichte der Mädchen- und Frauenbildung in Deutschland, 2bändiges Handbuchprojekt und Quellenedition (01.1993-05.1996). 2. Sozialgeschichte der höheren Mädchenbildung in Hamburg, abgeschloss. Habilitationsprojekt (01.-07.1994)
5.040.13 Die Mühle als technologisches Kernsystem und Modernisierungsfeld der industriellen Evolution (1500-1850)
5.040.14 Historiographie und Methodologie der Technikgeschichte in Deutschland
5.040.15 Technikgeschichte Europas im 17. und 18. Jahrhundert
5.040.16 Zur Geschichte der Technikhistoriographie in Deutschland von den Anfängen bis zum Ende des 2. Weltkrieges
5.040.17 Technikgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert


Wissenschaftliche Einrichtungen

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