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Zu den Projekten

Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie an der Universität Hamburg

Martinistraße 52, 20251 Hamburg, Tel.: 48051-0


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Wolfgang Deppert; Dr. Rudolf Dernick (bis Dez. 94); Dr. Hans-Georg Kräusslich (seit Mai 95); Dr. Wolfram Ostertag; Dr. Hans Will (seit Jan. 95)

Dozenten
Dr. Wolfgang Bohn; Dr. Michael Bruns; Dr. Klaus Harbers; Dr. U. Just; Dr. Heinz Lother; Dr. Klaus Wetz; Dr. M.D. von Laer

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Dr. Jochen Heukeshoven; Dr. Heinrich Hohenberg; Dr. Jürgen Löhler; Dr. Gabriel Rutter; Dr. Carol Stocking; Dr. Klaus-Jochen Wiegers

Allgemeiner Überblick

Das Heinrich-Pette-Institut ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Die Stiftung dient der Erforschung der Biologie humaner Virusarten, der Pathogenese von Viruserkrankungen, der Abwehrreaktionen des Organismus und damit zusammenhängender Probleme.
Die Organe der Stiftung sind: a) das Direktorium, b) das Kuratorium, c) das Kollegium.

Das Direktorium ist Vorstand im Sinne des BGB und führt die Geschäfte. Es besteht aus drei Mitgliedern und setzt sich zusammen aus zwei Abteilungsleitern und dem Verwaltungsleiter. Die beiden Abteilungsleiter werden vom Kuratorium auf Vorschlag des Kollegiums für eine Amtszeit von drei Jahren ernannt. Zum Vorsitzenden des Direktoriums ernennt das Kuratorium auf Vorschlag des Kollegiums einen der beiden Abteilungsleiter.

Das Kollegium ist für das wissenschaftliche Forschungsprogramm des Instituts verantwortlich und entscheidet über die Verteilung von Personal- und Sachmitteln. Es besteht aus a) den wissenschaftlichen Abteilungsleitern (permanente Mitglieder), b) Vertretern der wissenschaftlichen Mitarbeiter, deren Anzahl der Hälfte der Mitglieder nach a) entspricht, und c) einem Vertreter der nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter. Die Kollegiumsmitglieder nach b) und c) werden für die Dauer eines Geschäftsjahres gewählt.

Die Finanzierung des Instituts erfolgt auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung zwischen Bund und Ländern über die gemeinsame Förderung der Forschung nach Art. 91b GG in Verbindung mit der Ausführungsvereinbarung "Forschungseinrichtungen der Blauen Liste".

Das Heinrich-Pette-Institut ist untergliedert in sechs Abteilungen und eine Arbeitsgruppe:

Abteilungen:

  1. Allgemeine Virologie (Leiter: Prof. Dr. Hans Will)
  2. Biochemie der Viren (kommiss. Leiter: Prof. Dr. Wolfgang Deppert)
  3. Zellbiologie und Virologie (Leiter: Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich)
  4. Cytochemie und Virologie (kommiss. Leiter: Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich)
  5. Tumorvirologie (Leiter: Prof. Dr. Wolfgang Deppert)
  6. Zell- und Virusgenetik (Leiter: Prof. Dr. Wolfram Ostertag)
Arbeitsgruppe: Molekulare Pathologie (Leiter: PD Dr. Harbers u. Dr. Jürgen Löhler)

Die im Heinrich-Pette-Institut verfolgten wissenschaftlichen Zwecke werden in allgemeiner Form durch den in der Satzung festgelegten Stiftungszweck bestimmt: "Erforschung der Biologie humaner Virusarten, der Pathogenese von Viruserkrankungen und der Abwehrreaktionen des Organismus und damit zusammenhängender Probleme". In diesem Rahmen werden Forschungsschwerpunkte bearbeitet, die wie folgt zusammengefaßt werden können:

Forschungsschwerpunkte

Abteilung Allgemeine Virologie
Ziel der Arbeiten ist die Aufklärung der Ätiologie und Pathogenese von Lebererkrankungen. Untersucht werden vor allem Hepatitis-B-Viren und ihre Bedeutung für die Entstehung von Leberzirrhose und Leberkrebs sowie Möglichkeiten und Risiken der antiviralen Therapie.

Abteilung Biochemie der Viren
In dieser Abteilung werden die Wechselwirkungen zwischen Viren, Antikörpern und Zellen erforscht. Als Modell für neuropathogene Viren dient das Poliovirus. Versuche zur Herstellung monoklonaler Antikörper des Menschen werden durchgeführt und die Entstehung von Antikörpern im in-vitro-System untersucht.

Abteilung Zellbiologie und Virologie
Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist die molekular- und zellbiologische Charakterisierung der Bildung und Reifung infektiöser Viruspartikel sowie der frühen Phase der viralen Infektion. Diese Untersuchungen werden zum einen für das humane Immundefizienzvirus (HIV), den Erreger von AIDS, zum anderen für das Hepatitis-C-Virus, den Erreger der Post-Transfusions-Hepatitis, durchgeführt.

Abteilung Cytochemie und Virologie
Hier werden immunochemisch, immuncytologisch, licht- und elektronenoptisch sowie zellbiologisch die Wechselwirkungen zwischen zellulären und viralen Feinstrukturen an In-vitro-Zellsystemen analysiert.

Abteilung Tumorvirologie
Erforschung der Mechanismen der Tumorinduktion durch das DNA-Tumorvirus SV40 und durch Mutationen im Tumor-Suppressorgen p53. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung immunologischer Mechanismen, die die Entwicklung gentechnologisch herstellbarer Impfstoffe gegen verschiedene Virusinfektionen (z.B. HIV) ermöglichen.

Abteilung Zell- und Virusgenetik
Entwicklung retroviraler Vektoren zum Gentransfer und zur Anwendung bei somatischer Gentherapie maligner Zellen sowie Erforschung von Mechanismen der Differenzierung hämatopoetischer Stammzellen.

Arbeitsgruppe Molekulare Pathologie
Regulation von Genen während der Embryonalentwicklung der Maus. In einem weiteren Schwerpunkt werden pathologische Prozesse, die mit akuten und chronischen Virusinfektionen, experimentell induzierten Mutationen bei Mäusen und der Morphogenese von Tumoren assoziiert sind, mit cyto- und histotechnologischen Methoden analysiert.

Kongreßorganisation

Preisverleihungen

Forschungsaufenthalte

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Das Institut pflegt eine Kooperation mit anderen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des In- und Auslandes in Form sowohl des Austausches methodologischen Spezialwissens als auch der gemeinsamen Bearbeitung wissenschaftlicher Projekte. Im Berichtszeitraum bestanden besonders enge Verbindungen mit Einheiten im Universitätskrankenhaus Eppendorf, von denen die folgenden genannt seien:

Weitere Forschungseinrichtungen in Hamburg, mit denen im Berichtszeitraum kooperiert wurde, sind

In Deutschland außerhalb Hamburgs bestand Zusammenarbeit mit

Intensive Zusammenarbeit bestand mit zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen, von denen die folgenden genannt seien:

In den USA:

In Großbritannien:
In Frankreich:
In Israel:
In Italien:
In Österreich:
In Japan:
In Holland:
In Bulgarien:
In der Schweiz:
In der Republik Slowenien:
In der Slowakei:
In Tschechien:
In Polen:
In Rußland:
In Australien:
In Kanada:

Anwendung in der Praxis

Weiterbildungsangebote

Technische Ausstattung

Planstellen:
6 Abteilungsleiter, 15 wissenschaftliche Mitarbeiter, 2 Ingenieure, 18 techn. AssistentInnen, 13 Angestellte für Bibliothek, wissenschaftliche Dienste und Verwaltung, 18 Arbeiter

Drittmittelstellen:
63 wissenschaftliche Mitarbeiter incl. Stipendiaten, Doktoranden, Gastwissenschaftler, 5 technische Angestellte

Ausstattungsmängel

Die apparative Ausrüstung des Instituts ist angemessen, bedarf aber weiterhin einer Modernisierung und Anpassung an dem wissenschaftlichen Potential des Instituts entsprechenden Standards. Dies betrifft insbesondere die Ausstattung mit Großgeräten.

Durch die starke Expansion des Instituts im Drittmittelbereich bestehen Engpässe in der gesamten Infrastruktur des Instituts. Die laufenden Haushaltsmittel für Personal und insbesondere für kleinere Geräte decken den Bedarf nicht. Nur durch die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln konnten die oben skizzierten Forschungsaktivitäten entwickelt und kontinuierlich durchgeführt werden.

Durch die in den letzten Jahren immer weiter erhöhten Sicherheitsanforderungen entspricht der bauliche Zustand der Altbauten nicht mehr heutigen Maßstäben und muß dringend saniert werden.

Drittmittel 1996

FördereinrichtungBetrag
DFG 1.986.000
Dt. Krebshilfe 782.000
Gemeinnützige Hertie-Stiftung 187.000
Sonstige 299.000
BMFT/bGA 1.746.000
Europ. Gemeinschaft 276.000
Wilhelm-Sander-Stift. 221.000
Div. Stiftungen u. Vereine 132.000
Div. Wirtschaftsunternehmen u. Privatpersonen 490.000
Gesamtförderung 6.119.000

Periodische Veröffentlichungen

Wissenschaftlicher Jahresbericht (Tätigkeitsbericht)


Wissenschaftliche Einrichtungen

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