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Zu den Projekten

Abteilung für Strahlentherapie

Universitäts-Krankenhaus Eppendorf (UKE), Martinistraße 52, 20246 Hamburg, Tel.: 4717-4029


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Winfried Alberti; Dr. Rainer Schmidt

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Dr. Amira Bajrovic; Dr. Michael Baumann; Dr. Matilde Beck; Dr. Sophie Brackrock; Dr. Jörg Dahle; Dr. Jochen Dahm-Daphi; Sygon Dederke; Dr. Hans-Hermann Dubben; Dr. Christiane Herzberg; Dr. Axel Hess; Dr. Dagmar Hornung; Horst Kraus; Dr. Andreas Krüll; Dr. A. Raabe; Dr. Barbara Röper; Dr. Rudolf Schwarz; Dr. Gerd Wierschin

Allgemeiner Überblick

Die Aufgaben der Abteilung für Strahlentherapie gliedern sich in drei Hauptbereiche:

  1. Strahlentherapeutische Versorgung onkologischer Patienten,
  2. Forschung auf dem Gebiet der klinischen Strahlentherapie,
  3. Lehre in der Radioonkologie.
Zu 1.:
Pro Jahr werden ca. 800 Patienten mit bösartigen Erkrankungen in der Abteilung behandelt. Der Großteil der Patienten wird ambulant bestrahlt. Stationäre Patienten können auf einer eigenen Krankenstation betreut werden. Die Abteilung betreibt eine eigene Nachsorgeambulanz für Krebspatienten. In diesem Bereich wird eine enge Kooperation mit anderen Kliniken und niedergelassenen Ärzten inklusive onkologischen Schwerpunktpraxen durchgeführt.
Zu 2.:
Forschungsschwerpunkte liegen in der klinischen Krebsforschung. Die Abteilung nimmt an nationalen und internationalen Multicenter-Studien teil.
Zu 3.:
Es werden für Medizinstudenten Lehrveranstaltungen im Rahmen des Kurses und der Vorlesung Radiologie, darüber hinaus eine eigenständige radioonkologische Vorlesung und ein Seminar abgehalten. Doktoranden werden u.a. in Form eines Doktoranden-Seminars betreut.

Forschungsschwerpunkte

Behandlung von Bronchialkarzinomen
Alle Möglichkeiten der perkutanten Radiotherapie werden zur Behandlung von Patienten mit Bronchialcarcinom zum Einsatz gebracht. In Kooperation mit der Lungenklinik der LVA in Großhansdorf wird u.a. die palliative, fraktionierte High-Dose-Rate Afterloading-Therapie bei fortgeschrittenen und den bronchusobstruierenden Bronchialkarzinomen durchgeführt.

Bestrahlungsplanung
In Kooperation mit dem DKFZ in Heidelberg sowie der Firma Siemens werden eigenständig Bestrahlungs-Planungsprogramme entworfen. Schwerpunkte sind hierbei die 3-dimensionale Bestrahlungsplanung sowie Visualisierung von Dosisverteilungen.

Kurative, 3-D-geplante Bestrahlung von Patienten mit Prostatakarzinomen

Neutronendosimetrie
Die Dosimetrie von schnellen Neutronen konnte durch vergleichende Messungen erheblich verbessert werden.

Behandlung von fortgeschrittenen Bronchialkarzinomen
In Kooperation mit der Lungenklinik der LVA in Großhansdorf wird die palliative fraktionierte High-Dose-Rate-Afterloading-Therapie bei fortgeschrittenen und den Bronchus obstruierenden Bronchialkarzinomen durchgeführt.

Radiotherapeutische Behandlung der akuten Maculadegeneration
in Zusammenarbeit mit der Augenklinik UKE.

Radiochemotherapie mit kolorektalen Karzinomen
Bei Vorliegen definierter Risikofaktoren wird eine Radiotherapie durchgeführt. Es handelt sich hierbei 1. um Patienten nach Primärtumor-OP mit Risikofaktoren für das Auftreten eines lokalen Rezidivs, 2. um Rezidivtumore und 3. inoperable Primär- oder Rezidivtumore. Durch eine zusätzliche begleitende Chemotherapie soll eine Sensibilisierung von Tumorzellen für die Bestrahlung erreicht werden.

Radiochemotherapie von Analkarzinomen
Bei Patienten mit Analkarzinomen kann durch eine kombinierte Radiochemotherapie eine hohe lokale Tumorkontrolle bei Funktionserhalt des Sphinkters ermöglicht werden.

Behandlung von Tumoren im HNO- und MKG-Bereich
In Kooperation mit der Universitätsklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenerkrankungen sowie der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie wird ein Behandlungskonzept bestehend aus Operation und einer postoperativen Radiotherapie durchgeführt. Bei Inoperabilität wird eine primäre, hyperfraktioniert-akzelerierte Bestrahlung durchgeführt.

Interdisziplinäre Behandlung von Weichteilsarkomen
Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe von Mitarbeitern aus der Abteilung für Strahlentherapie, der Abteilung für Allgemeinchirurgie, der Abteilung Hämatologie und Onkologie, dem Pathologischen Institut und der Abteilung für Röntgendiagnostik befaßt sich mit Diagnostik und Therapie beim Weichteilsarkom. Das UKE stellt in Deutschland ein Schwerpunktzentrum für die Behandlung Weichteilsarkom-Patienten dar. Es steht ein weites Spektrum strahlentherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten inkl. prä- und postoperativer perkutanter Bestrahlung als auch der HDR-Brachytherapie zur Verfügung.

Knochenmarktransplantation
Am UKE wurde ein Zentrum für Knochenmarktransplantation eingerichtet. Hier werden Patienten mit bösartigen Systemerkrankungen in kurativer Intention mit intensiver Therapie plus einer Knochenmarktransplantation behandelt. Als konditionierende Maßnahme vor einer Knochenmarktransplantation wird bei einem Teil dieser Patienten eine Ganzkörperbestrahlung in Ergänzung zur intensivierten Chemotherapie durchgeführt.

Behandlung von Kindern mit Tumorerkrankungen
Die Abteilung beteiligt sich in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kliniken und Instituten im Hamburger Raum an deutschen und internationalen Therapiestudien, insbesondere der Arbeitsgemeinschaft für Radiologische Onkologie, der Arbeitsgemeinschaft für Internistische Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft. Darüber hinaus beteiligt sich die Abteilung an Studien der Pädiatrischen Onkologie.

Portal Imaging
Elektronische Portal Imaging Systeme werden zur Verifikation von Bestrahlungen verwendet. Physikalische Untersuchungen sollten dazu führen, die Systeme auch für die Dosimetrie zu verwenden. Insbesondere soll damit die Kontrolle intensitätsmodulierter Bestrahlungsfelder möglich sein.

Eine enge Kooperation wird mit dem Institut für Strahlenbiologie gepflegt. Hier findet ein intensiver Informationsaustausch über neue Therapiekonzepte, insbesondere neue Fraktionierungskonzepte statt. Die Erfahrungen beider Abteilungen werden hierbei wechselseitig bei der experimentellen bzw. klinischen Arbeit berücksichtigt. Mehrere Mitarbeiter der Abteilung arbeiten in einer Gruppe für experimentelle Radioonkologie, die zur Abteilung gehört.

Preisverleihungen

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Anwendung in der Praxis

Entwicklung neuer Applikationsformen zur Afterloading-Therapie von gastrointestinalen Tumoren

Technische Ausstattung

Drittmittel 1996

FördereinrichtungBetrag
BMFT 2.000.000
DFG 600.000
Philips AG 60.000
Anonym 200.000
Gesamtförderung 2.860.000


Forschungsprojekte

4.263.01Experimentelle Strahlentherapie xenotransplantierter menschlicher Plattenepithelkarzinome Nacktmäusen
4.263.02Vorbereitung stereotaktische Strahlentherapieeinrichtung
4.263.03Therapie-Bildprozessor zur Verifizierung konventioneller und dynamischer Bestrahlungen
4.263.04Neutronen-Bestrahlungsplanung
4.263.05Tierexperimentelle Untersuchungen zu kombinierten Afterloading- und Perkutan-Strahlentherapie von Tumoren
4.263.06Einsatz von Flächendetektoren zur Dosimetrie in Strahlenfeldern von 4,6,8 und 16 MV Bremsstrahlung
4.263.07Visualisierung dreidimensionaler physikalischer und biologischer Dosisverteilungen im Rahmen routinemäßig durchgeführter 3D Bestrahlungsplanung
4.263.08Verwendung von Modifikatoren zur Intensitätsmodulation von Bestrahlungsfeldern mit hochenergetischen Photonen

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