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Zu den Projekten

Abteilung für Hämatologie und Onkologie

Universitäts-Krankenhaus Eppendorf (UKE), Martinistraße 52, 20246 Hamburg, Tel.: 4717-2910


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Dieter K. Hossfeld; Dr. Hans-Josef Weh; Dr. Axel Rolf Zander

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Dr. Sybill Bittner; Dr. Judith Dierlamm; PD Dr. Ulrich Dührsen; PD Dr. Walter Fiedler; Dr. Patricia Geller; Dr. Ullrich Graeven; PD Dr. Susanna Hegewisch-Becker; Dr. Katharina Holstein; Dr. Andreas Hüttmann; Dr. Bettina Igel; Dr. Nicolaus Kröger; Dr. William Krüger; Dr. Heinz-Eckart Laack; Eva-Maria Lincke; Dr. Ulrich Mayer; PD Dr. Klaus Mross; Dr. Markus Stockschläder; Dr. Thomas Walter; Dr. Reinhart Zschaber; Dr. Maike de Wit

Allgemeiner Überblick

Die Abteilung Onkologie-Hämatologie ist eine der vier klinischen Abteilungen der Medizinischen Universitätsklinik. Sie verfügt über einen stationären Bereich mit etwa 60 Betten, einen ambulanten Bereich mit etwa 11.000 Patientenvorstellungen pro Jahr und die Einrichtung für Knochenmarktransplantation, in welcher auch die Abteilung Onkologie-Hämatologie der Kinderklinik eingebunden ist. Die Abteilung dient der Versorgung von Patienten mit Blut- und Krebskrankheiten, der Therapieforschung, der Therapieoptimierung von Patienten mit Blut- und Krebskrankheiten sowie der Erforschung der Pathomechanismen und Grundlagen bösartiger Erkrankungen des Blutes, des lymphatischen, des epithelialen mesenchymalen Gewebes.

Forschungsschwerpunkte

Schwerpunkte der klinischen Forschung betreffen akute und chronische Leukämien, Karzinome des Magen-Darmtraktes, Weichteilsarkome, Malignome des lymphatischen Systems, Mammakarzinome. Der Schwerpunkt der Grundlagenforschung liegt auf dem Gebiet der Blutbildung (Hämatopoese).

Die Therapieforschung wird überwiegend durch aktive Beteiligung an überregionalen, multizentrischen Therapiestudien betrieben. Derartige Studien betreffen die akute myeloische Leukämie, die akute lymphatische Leukämie, die chronische myeloische Leukämie, den Morbus Hodgkin, die Non-Hodgkin-Lymphome, das Ewing-Sarkom, das Osteosarkom, das Magenkarzinom, das Dickdarmkarzinom. Abteilungsinterne Therapiestudien, die in enger Kooperation mit verschiedenen Kliniken und Instituten des UKE durchgeführt werden, umfassen das Speiseröhrenkarzinom, das Pankreaskarzinom, das myelodysplastische Syndrom.

Innerhalb der Therapieforschung stellte während der vergangenen Jahre namentlich die sog. Hochdosistherapie mit Stammzellersatz einen Schwerpunkt dar. Auf diesem Gebiet wird zur adjuvanten Therapiesituation bei Patienten mit Mammakarzinom von Hamburg aus eine multizentrische Studie organisiert, in der prospektiv die Hochdosistherapie mit Stammzellersatz verglichen wird gegenüber der konventionellen Therapie. UKE-übergreifende Hochdosistherapie-Protokolle wurden verfaßt für Patienten mit limitierter Erkrankung bei kleinzelligen Bronchialkarzinomen, für Patienten mit zentrozytischem Non-Hodgkin-Lymphom sowie für Patienten mit metastasiertem Weichteilsarkom. Die Abteilung beteiligt sich darüber hinaus an multizentrischen Hochdosis-Therapiestudien bei Plasmozytom, hochgradig maligenem Non-Hodgkin-Lymphom, Morbus Hodgkin, metastasiertem Ovarialkarzinom, metastasiertem Hodenkarzinom.

Klinische Schwerpunkte bei der allogenen Knochenmarktransplantation betreffen die Fremdspendertransplantation, namentlich bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie, den Vergleich der allogenen Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation im Rahmen multizentrischer Untersuchungen, allogene Knochenmarktransplantation bei Stoffwechselerkrankungen. In der Einrichtung für Knochenmarktransplantation läuft darüber hinaus ein Projekt, das die Möglichkeiten psychosozialer Betreuung bei Patienten nach Knochenmarktransplantation untersucht.

Schwerpunkte auf dem Gebiet der Grundlagenforschung

Kongreßorganisation

Forschungsaufenthalte

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Anwendung in der Praxis

Sämtliche Therapien im Rahmen von Therapiestudien dienen letztendlich der Entwicklung von sogenannten Standards in der Diagnostik und der Therapie zur optimalen Betreuung von Patienten außerhalb von Zentren. Das große Ziel ist, durch umfassende Kenntnis des individuellen Krankheitsprofils eine optimale individuelle Therapie zu konzipieren; eine optimale Therapie ist eine solche, die bei minimalen Nebenwirkungen maximale Effekte aufzuweisen vermag.

Weiterbildungsangebote

Erwerb der Teilgebietsbezeichnung Hämatologie und Internistische Onkologie; Promotionsmöglichkeiten für Nichtmediziner in den wissenschaftlichen Laboratorien der Abteilung; regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte im Rahmen des Tumorzentrums Hamburg-Eppendorf sowie der abteilungseigenen, wöchentlichen Konferenzen.

Ausstattungsmängel

Der wesentliche Mangel der Abteilung ist ihre Zerrissenheit; sie ist in acht verschiedenen Gebäuden, die über das gesamte UKE-Gelände verstreut sind, untergebracht. Der Forschungsbetrieb wird zunehmend dadurch erschwert, daß die molekularbiologischen und molekulargenetischen Techniken zeitlich sehr aufwendig sind, so daß sie neben der Patientenversorgung von den wissenschaftlichen Mitarbeitern nicht mehr nach Feierabend oder an Wochenenden bewältigt werden können. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der Personalaufstockung; der gegenwärtige ökonomische Zwang weist jedoch genau in die andere Richtung, indem Stellen gestrichen werden.

Drittmittel 1996

FördereinrichtungBetrag
DFG 100.000
Deutsche Krebshilfe 80.000
Hamburger Krebsgesellschaft 200.000
Roggenbruck-Stiftung 80.000
Hamburger Krebs- und Leukämiehilfe e.V. 180.000
Hamburger Stiftung Krebsforschung 45.000
Aktion Kampf dem Krebs d. Dt. Krebsgesellschaft 80.000
Gesamtförderung 765.000


Forschungsprojekte

4.212.01Megakaryocytosebildung und Thrombozytenproduktion bei allogenen Knochenmarks-Transplantationen
4.212.02Untersuchungen zur Regulation der Proliferation von Leukämiezellen: Stimulation durch Stromafaktoren und aberrante Gen-Aktivierung am Beispiel zweier Modellsysteme
4.212.03Immunabwehr und Kinderkrebs - Kooperatives Forschungsprojekt zur Immunologie des Neuroblastoms
4.212.04Modellprojekt zur Früherkennung des Neuroblastoms in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westphalen und Schleswig-Holstein
4.212.05Entwicklung und klinische Anwendung neuer retroviraler Vektorsysteme für somatische Gentherapie
4.212.06Studium der Bedeutung von GM-CSF und G-CSF bei akuter myeloischer Leukämie und IL-6 bei Plasmozytom
4.212.07Gen-Struktur des GM-CSF-Rezeptors bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie
4.212.08Analyse von Punktmutationen des c-kit Onkogens bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie
4.212.09Studium der Expression von angiogenetischen Faktoren und deren Rezeptoren bei der AML
4.212.10Analyse von Punktmutationen im GM-CDF Rezeptorgen bei Patienten mit AML
4.212.11Studium der Expression von angiogenetischen Faktoren und deren Rezeptoren bei der AML
4.212.12Analyse von Punktmutationen im GM-CSF Rezeptorgen bei Patienten mit AML
4.212.13Untersuchungen zur tumorinduzierten Neoangiogenese
4.212.14Untersuchungen zur tumorassoziierten Neoangiogenese - Expression und Funktion des VEGF im Rahmen der Tumorprogression des malignen Melanoms
4.212.15Adjuvante psychosoziale Behandlungsangebote in der Knochenmarktransplantation
4.212.16Vorklinische Studie zur Ex-vivo Expansion der Humanen Hämatopoetischen Stamm- und Vorläuferzellen für die Transplantation nach Myeloablativer Therapie
4.212.17Studium der pathophysiologischen Bedeutung der Multidrogenresistenz mittels durchflußzytometrischer und molekularbiologischer Methoden bei akuten und chronischen Leukämien und Non-Hodgkin-Lymphomen
4.212.18Multidrug-Resistenz bei nichtmalignen veränderten und Leukämischen Zellen sowie bei soliden Tumoren. Protektion hämatopoetischer Stammzellen gegen chemotherapieinduzierte Myelotoxizität durch Transduktion dieser Zellen mit dem MDR-1 Gen. Vergleich der Effizienz verschiedener Vektoren
4.212.19Therapiestudien bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie zur Untersuchung des Einflusses des hämatopoetischen Wachstumsfaktors G-CSF auf Remissionsrate, Remissionsdauer und Überlebenszeit
4.212.20Musiktherapie für Patienten
4.212.21Einfluß von Antisense-Oligonukleotiden auf ALLs
4.212.22Untersuchung von Minimal Residual Disease an akuten lyphatischen Leukämien mit Hilfe der T-Zellrezeptorgene alpha und gamma
4.212.23Molekularbiologische Untersuchungen am Osteosarkom
4.212.24Veränderungen des Gesundheitswesens nach Katastrophen am Beispiel von Tschernobyl und Aufbau von Gastprofsessuren an dem Gomel Sate Medical Institute
4.212.25Pharmakokinetische Untersuchungen zur Optimierung der Therapie mit Zytostatika; Phase I und Phase II-Untersuchungen bei neuen Zytostatika
4.212.26Deutsch-Weißrussisches internationales "Chernobyl-Wilsede-Meeting VI" zum Thema "Neue Erkenntnisse in der menschlichen Leukämie"
4.212.27Weiterbildungsmaßnahmen für das Gesundheitswesen im Rayon Korma/belarus
4.212.28Kinder und Zukunft von Korma
4.212.29Deutsch-Weissrussisches Chernobyl-Wilsede-Meeting zum Thema "Neue Erkenntnisse in der menschlichen Leukämie" (Modern Trends in Human Leukemia)
4.212.30Zytogenetische Studien an soliden Tumoren des Menschen
4.212.31Chromosomenanalyse bei diffusem Plasmozytom: Eine Untersuchung an Zellen in der Metaphase und der Interphase
4.212.32Möglichkeiten und Grenzen der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei Diagnose und Verlaufskontrolle von Tumoren am Beispiel des R1H-Tumors der Ratte vor und nach Chemo- und Strahlentherapie
4.212.33Knochenmarktransplantation
4.212.34Intensivierungsbehandlung mit hochdosierter Chemotherapie und autologer Blutstammzelltransplantation beim influrmatorischen Mammakarzinom
4.212.35GABGB-4IEH93 Adjuvante Hochdosistherapie mit autoloser Blutstammzellentransplantation bei Patientinnen mit Hochrisiko-Mammakarzinom mit Beteiligung von >= Lymphknoten

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