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Zu den Projekten

Abteilung für Kinderchirurgie

Universitäts-Krankenhaus Eppendorf (UKE), Martinistraße 52, 20246 Hamburg, Tel.: 4717-3494


Wissenschaftliche Mitglieder

Direktor
Prof. Dr. Wolfgang Lambrecht

Dozent
Priv.Doz.Dr. Dietrich Kluth

Gastwissenschaftler
Dr. Mimoza Boccari (März 95 - Febr. 96); Dr. Rajeev Kulshresta (Okt. 94 - Febr. 95); Dr. Cincia Mazzola (Mai 95 - Aug. 95); Dr. Burak Tander (Jan. 94 - April 94)

Allgemeiner Überblick

Die Abteilung für Kinderchirurgie ist 1989 aus der Abteilung für Allgemeinchirurgie des Universitätskrankenhauses Eppendorf hervorgegangen. Aus diesem Grunde standen zunächst organisatorische Fragen im Vordergrund: Aufbau kinderchirurgischer Forschung durch Beschaffung von Laborraum, Personal und Grundausstattung.
Die Hauptaufgabe der Forschung an der Abteilung für Kinderchirurgie besteht in der Erhellung der anatomischen Pathologie und der Pathogenese angeborener Fehlbildungen. Auf diesen Grundlagen aufbauend sollen verbesserte Behandlungsverfahren angeborener Fehlbildungen entwickelt und geprüft werden.
Nach Errichtung eines Forschungspavillons für die Kinderchirurgie ist die allgemeine Forschungssituation gut. Im Bereich der Grundausstattung bestehen noch einige Lücken, die noch geschlossen werden müssen. Durch Dauerstellen im Bereich "allgemeine Organisation und Schreibdienst" durch eine AFT-Stelle sowie durch eine MTA-Stelle ist kontinuierliches Arbeiten möglich.

Forschungsschwerpunkte

Die Behandlung angeborener Fehlbildungen ist unverändert das Kerngebiet der Kinderchirurgie. Etwa 3% aller Neugeborenen weisen eine angeborene Fehlbildung auf, die in ca. 1/3 der Fälle lebensbedrohlich ist. Schwere Fehlbildungen des ZNS, des Herzens, des Respirations- und Verdauungstraktes sowie des Urogenitalsystems sind heute die häufigste Todesursache beim Neugeborenen. Forschungsschwerpunkt der Abteilung für Kinderchirurgie ist daher die Mißbildungsforschung. Ziel dieser Forschung ist die Darstellung der pathologisch-anatomischen und pathogenetischen Grundlagen angeborener Fehlbildungen. Auf dieser Grundlage sollen Behandlungsverfahren entwickelt werden, die zu einer Senkung von Mortalität und Morbidität von Neugeborenen mit schweren Fehlbildungen führen.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Schwerpunkte bearbeitet:

Untersuchungen zur Morphologie und Pathogenese der Enddarmfehlbildungen


Untersuchungen zur Pathogenese sowie zur Therapie angeborener Zwerchfellhernien

Angeborene Zwerchfellhernien stellen eine Fehlbildung mit hoher Letalität dar (50-80%). Ursache ist die mit der Zwerchfellhernie häufig assozierte Lungenhypoplasie sowie eine erhebliche Reduktion der Lungenstrombahn (pulmonale Hyperplasie). Zur Zeit ist der Zusammenhang zwischen Zwerchfelldefekt und Lungenhypoplasie unklar.
Zur Klärung diese Zusammenhanges wurde ein Tiermodell entwickelt, bei dem durch Gabe eines Herbizids (Nitrofen) Zwerchfellhernien bei Ratten induziert werden können.


Untersuchungen zur Pathogenese sonstiger angeborener Fehlbildungen


Kongreßorganisation

Preisverleihungen

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Im Projekt "Anorektale Fehlbildungen" besteht Zusammenarbeit mit folgenden Einrichtungen:


Im Projekt "Zwerchfellhernien" besteht Zusammenarbeit mit folgenden Einrichtungen:

Anwendung in der Praxis

Ziel der Mißbildungsforschung ist die Ausweitung der Kenntnisse über die Ätiologie und die Pathogenese angeborene Fehlbildungen. Hier spielt die Frage der Prävention eine besondere Rolle. Weiter ist das Ziel der Mißbildungsforschung eine verbesserte operative Behandlung angeborener Fehlbildungen.

Weiterbildungsangebote

"Seminar der Reproduktionswissenschaften" im Semester 14 tägig im Forschungspavillon der Kinderchirurgie (Pav. 141) auf dem Gelände des UKE.

Technische Ausstattung

Ausstattungsmängel

Die Anstellung eines Naturwissenschaftlers wäre wünschenswert.

Drittmittel 1996

FördereinrichtungBetrag
DFG 25.000
Gesamtförderung 25.000


Forschungsprojekte

4.167.01Morphologische Untersuchungen zur Patho-Histologie und Patho-Morphologie anorektaler Fehlbildungen bei einer Mutante der Hausmaus (SD-Maus, Dunfort's Short Tail Mouse)
4.167.02Untersuchungen zur Pathologischen Anatomie und zur Embryologie der angeborenen Zwerchfellhernie. 1. Durch orale Gabe von Herbiziden können Zwerchfellhernien bei Hausratten induziert werden
4.167.03Die Behandlung der persistierenden fetalen Zirkulation durch inhaliertes Stickstoffmonoxyd bei Ratten mit angeborener Zwerchfellhernie
4.167.04Untersuchungen zur pathologischen Anatomie und Embryologie der angeborenen Zwerchfellhernie. 2. Die Embryologie: Nach Gabe von Herbiziden kann die pathologische Entwicklung der Zwerchfellhernie bei Rattenembryonen detailliert beschrieben werden

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