nächster Bericht
Zu den Projekten

Institut für Rechtsmedizin

Institut für Rechtsmedizin, Butenfeld 34, 22529 Hamburg


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Werner Janssen; Dr. Erich Miltner; Dr. Klaus Püschel; Dr. Achim Schmoldt

Dozent
Dr. Peter Schmutte

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Dr. Christa Augustin; Dr. Axel Heinemann; Dr. Stefanie Iwersen; Dr. Erwin Koops; Dr. Oliver Landgraff; Dr. Ute Lockemann; Dr. Jan Sperhake; Dr. Ulrike Werwath; Dr. Friedel Wischhusen

Allgemeiner Überblick

Das Institut für Rechtsmedizin hat verschiedene spezialisierte Arbeitsbereiche (forensische Pathologie, Toxikologie, Serologie und Spurenkunde). Angegliedert ist die Blutalkoholuntersuchungsstelle. Die Forschungsarbeit betrifft alle Aufgabenbereiche der forensischen Medizin; Schwerpunkt ist die forensische Pathologie.

Forschungsschwerpunkte

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Besonders enger fachlicher Kontakt besteht innerhalb des UKE mit anderen morphologisch arbeitenden Fächern (Institut für Pathologie, Abt. für Neuropathologie) sowie mit den Instituten für Medizinische Mikrobiologie und Immunologie sowie der Humangenetik und der HNO-Klinik. Im Bereich Toxikologie wird eng mit dem Pharmakologischen Institut des UKE sowie dem Biochemischen Institut für Umweltkarzinogene in Ahrensburg zusammengearbeitet.

Anwendung in der Praxis

Kennzeichnend für die wissenschaftliche Forschung in der Rechtsmedizin ist, daß fast durchweg Fragestellungen der praktischen Begutachtung in foro und unter versicherungsmedizinischen Aspekten aufgegriffen werden. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit finden direkt Eingang in die Gutachtertätigkeit für die Ermittlungsorgane, Gerichte, Versicherungen, Berufsgenossenschaften u.a.
Besondere epidemiologische sowie sozialmedizinische Bedeutung für Hamburg haben die Untersuchungen über den Betäubungsmittelmißbrauch und die Ausbreitung von HIV-Infektionen sowie über den plötzlichen Kindstod.

Ausstattungsmängel

Bezogen auf die großen Untersuchungszahlen (betrifft insbesondere die Toxikologie und den Sektionsbetrieb) sind die räumlichen Verhältnisse im Institut außerordentlich beengt, die apparative Ausstattung unzureichend und die Personalstärke unterdimensioniert. Die vorhandenen Geräte und Räumlichkeiten sind daher nur außerhalb der Dienstzeiten für den Forschungsbetrieb nutzbar. Besonders mißlich ist die Situation in der Toxikologie, die durch die Untersuchung von zahlreichen klinischen Notfällen eine starke Ausweitung ihres Aufgabenbereichs erfahren hat. Die schon vor einem Jahrzehnt geplante Institutserweiterung soll ab 1999 realisiert werden. Als Übergangslösung werden zusätzliche Labors im ehemaligen Institutsgebäude der Humangenetik bezogen.

Drittmittel 1996

Keine Angaben


Forschungsprojekte

4.120.01HIV-Infektionen bei Drogenabhängigen
4.120.02Untersuchung des Einflusses von Alkohol auf das vestibuläre System
4.120.03Verkehrsunfallforschung
4.120.04Rauschgifttodesfälle und Betäubungsmittelmißbrauch
4.120.05BMBF-Studie Plötzlicher Säuglingstod
4.120.06Trinationale Fall-Kontroll-Studie über orale Kontrazeptiva sowie deren gesundheitliche Folgen.
4.120.07Postmortale Organ-/Gewebs-Explantation für die Transplantationsmedizin.
4.120.08Forensische Alkohologie, Verkehrsmedizin, Begleitstoffanalytik, Alkoholismus-Diagnostik.
4.120.09Forensische Serologie und Spurenkunde, DNA-Untersuchungen
4.120.10Gerontologische Aspekte in der Rechtsmedizin
4.120.11Postmortaler Nachweis des Diabetes mellitus und des Coma diabeticum
4.120.12Pathomorphologie und Phänomenologie bei mechanischer Asphyxie.
4.120.13Todesursachen im Kindesalter
4.120.14Postmortale Serum-Myoglobin-Konzentration bei Stromtodesfällen
4.120.15Bedeutung der Aktivität verschiedener Glucuronyltransferasen und Sulfotransferasen für die Kinetik wichtiger Arzneistoffe und potentiell toxischer Fremdstoffe
4.120.16Metabolische Aktivierung und Inaktivierung potentiell carcinogener polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAH)
4.120.17Klinische Toxikologie und Toxikokinetik zentral wirksamer Substanzen
4.120.18Forensisch-toxikologische Analytik bei Drogenkonsumenten

nach oben