29. Januar 2010
Gedenken an den 65. Todestag des NS-Opfers Hans Leipelt

Am 29. Januar 1945 wurde Hans Leipelt, ehemaliger Student unserer Universität, im Alter von 23 Jahren in München-Stadelheim hingerichtet. Zu seinem Gedenken legten Mitglieder des Präsidiums der Universität, die ehemaligen Präsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Fischer Appelt und Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje sowie der AStA an der Gedenktafel im Foyer des Audimax Blumen nieder.
Hans Leipelt hatte nach Verhaftung der Geschwister Scholl gemeinsam mit seiner Verlobten Marie-Luise Jahn das 6. Flugblatt der Weißen Rose vervielfältigt und in München und Hamburg verteilt. Außerdem sammelte er heimlich Geld für die Ehefrau des am 13. Juli 1943 hingerichteten Prof. Huber, der dieses Flugblatt verfasst hatte.
Am 8. Oktober 1943 wurde Hans Leipelt verhaftet und am 13. Oktober 1944 wegen Hochverratsvorbereitung, Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung vom Volksgericht zum Tode verurteilt.
Leipelt begann 1940 in Hamburg ein Studium der Chemie. Nachdem er 1941 aufgrund seiner halbjüdischen Herkunft von der Universität verwiesen wurde, setzte er sein Studium in München fort. Seit 2003 erinnert ein Stolperstein in Hamburg-Wilhelmsburg an ihn.
Am 22. April 2010 werden auch auf dem Bürgersteig vor dem Hauptgebäude der Universität Stolpersteine zum Gedenken an Hans Leipelt sowie an 10 weitere während des Nationalsozialismus ermordete oder in den Tod getriebene Mitglieder der Universität Hamburg verlegt werden.
Foto: Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Fischer-Appelt legt zum Gedenken an Hans Leipelt die Blumen an der Gedenktafel im Audimax nieder. Außerdem abgebildet sind von links: die Kanzlerin der Universität Dr. Katrin Vernau, Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Hans Siegfried Stiehl, Vizepräsident Prof. Dr. Holger Fischer und Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje. Quelle: UHH/PSKontakt:Prof. Dr. Holger Fischer
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