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Inhalt:

6. Mai 2010

Gemeinsame Erklärung des Präsidiums und des Hochschulrats
der Universität Hamburg

zur Sitzung des Hochschulrats am 5. Mai 2010



Der Hochschulrat hat am 5. Mai mit dem Präsidium auf Einladung des Dekans der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Koch-Gromus, in den Räumen des Campus Lehre auf dem UKE-Gelände getagt. Die Prodekane der Medizinischen Fakultät haben dem Hochschulrat zu Beginn der Sitzung die Bereiche Lehre und Forschung vorgestellt. Anschließend hat der Hochschulrat über die Sonderrolle der Medizinischen Fakultät in der Universität, die mit dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) eine rechtliche Einheit bildet, diskutiert.

Der Hochschulrat zeigte sich erfreut über die verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Fakultät und den anderen Fakultäten der Universität. Um die gemeinsame strategische Ausrichtung von Universität und UKE weiter zu verbessern, empfiehlt der Hochschulrat, dass eine Lenkungsgruppe aus dem Vorstand des UKE und dem Präsidium der Universität einen Katalog von abzustimmenden Maßnahmen zur zukünftigen Zusammenarbeit ausarbeitet, der inhaltliche, strategische und strukturelle Aspekte berücksichtigt.

In dem vom BMBF geförderten Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“ war das Konzept „GesundheitsMetropole Hamburg – Netzwerk Psychische Gesundheit“ erfolgreich, an dem die Medizinische Fakultät der Universität Hamburg am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf beteiligt ist. Präsident und Hochschulrat gratulierten der medizinischen Fakultät zu diesem Erfolg. Für die Universität bedeutet dies einen Aufwuchs des Drittmittelanteils am Budget der Universität Hamburg auf nahezu 40%, ein absolutes Spitzenergebnis.

Der Hochschulrat stellte mit Blick auf den zurzeit in der politischen Diskussion befindlichen Doppelhaushalt 2011/2012 fest, dass die Universität Hamburg im Vergleich zu Universitäten anderer Bundesländer stark unterfinanziert ist. Ohne ausreichende Finanzierung sind die kommenden Wettbewerbe und Ausschreibungen auf nationaler und internationaler Ebene nicht zu bewältigen. Nur mit zusätzlichen Landesmitteln kann der Anspruch der Stadt als Wissenschaftsstandort gefestigt werden.

Weitere Themen der Hochschulratssitzung waren die „Bauliche Entwicklung der Universität“ und die Teilnahme der Universität an der Bundesexzellenzinitiative.

Die Senatorin Dr. Gundelach, die zum TOP „Bau“ geladen war, hatte abgesagt, da der senatsinterne Diskussionsprozess noch nicht abgeschlossen sei. Der Hochschulrat bedauerte dies sehr. Hochschulrat und Präsidium sind sich einig, dass nach wie vor eine Diskussion unter Berücksichtigung der inhaltlichen Entwicklung der Universität aussteht. Die politischen Diskussionen um den Standort der Universität sollen vor der Sommerpause einer Entscheidung zugeführt werden. Dann kann eine konkrete Planung der Weiterentwicklung der Universität beginnen. Außerdem berichtete der Präsident dem Hochschulrat von der möglichen Anmietung eines Gebäudes bereits zum 1. Januar 2011 in Campusnähe, mit der der dringende Raumbedarf kurzfristig gedeckt werden könnte. Der Hochschulrat fordert die Freie und Hansestadt Hamburg auf, auch dafür die Mittel zur Verfügung zu stellen.

Das Präsidium berichtete dem Hochschulrat über die geplante Beteiligung an der Bundesexzellenzinitiative. Der Hochschulrat ist erfreut, dass die Universität mit drei Exzellenzclustern und fünf Graduiertenschulen vertreten sein wird und begrüßt die fachliche Breite der Anträge. Der Hochschulrat unterstützt außerdem die Entscheidung des Präsidiums, einen Antrag in der dritten Förderlinie („Zukunftskonzepte“) zu stellen.

Im Zusammenhang mit SAP berichtete der Präsident, dass eine Taskforce eingerichtet und die Projektleitung an die Universität verlagert wurde. Damit besteht die Hoffnung, dass in zwei Monaten die dringlichsten Probleme gelöst werden.

Der Hochschulrat einigte sich außerdem mit dem Präsidium auf ein Verfahren zum Controlling des Struktur- und Entwicklungsplans (STEP). Erstmals wird dem Hochschulrat im September 2010 und damit ein gutes Jahr nach Verabschiedung des STEP über erfolgte Maßnahmen und erreichte Ziele berichtet werden.


Hamburg, den 6. Mai 2010


Prof. Dr. Albrecht Wagner Prof. Dr. Dieter Lenzen
für den Hochschulrat für das Präsidium


 

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